Rescue Challenge

Die VFDU Rescue Challenge sowie die international stattfindende World Rescue Challenge sollen ein Teil unserer Fort- und Weiterbildung sein. Bei diesen, auf nationaler und eben auch internationaler Ebene stattfindenden Veranstaltungen, treten die Teams nicht gegeneinander an, sondern lassen ihre Leistungen durch Ausbilder bewerten.

Unter realitätsnahen Bedingungen werden Szenarien unter sich dynamisch ändernden Randbedingungen abgearbeitet. Die in Teamtrainings und internen Ausbildungen erlernten Arbeitsschritte werden angewendet. Von geschulten Ausbildern und Schiedsrichtern erhalten die Teilnehmer ein Feedback das wiederrum in die nächsten Ausbildungen einfließt.

Somit ist eine Rescue Challenge auch kein Wettkampf im herkömmlichen sinn, denn durch Beobachten der anderen Teams, Gespräche und Diskussionen mit anderen Teilnehmern sowie  den “Einsatznachbesprechungen” wird neues Wissen erworben oder vorhandenes vertieft. Bei der Rescue Challenge wird nicht das Rad neu erfunden oder die Weißheit mit Löffeln verteilt, es ist vielmehr eine Prüfung oder Überprüfung der eigenen Vorgehensweise und der bestehenden Fachkenntnis.
Und sicherlich lernen die Teams Menge durch die gegenseitige Beobachtung bei der Abarbeitung der Szenarien. Hier ist abschauen nicht nur erlaubt sondern gewünscht….

Die Szenarien

  • Rapid Szenario: In 10 Minuten gilt es eine Person mit einem Team aus sechs Personen zu versorgen und zu befreien, der Gesundheitszustand der verunfallten Person ist nicht stabil und kann je nach Lage kritisch werden.
  • Standard Szenario: In 20 Minuten muss eine Person medizinisch versorgt und befreit werden. Der Gesundheitszustand des Eingeklemmten bleibt stabil, wenn der innere Retter entsprechende Versorgungen und Überprüfungen durchführt. Das Team besteht ebenfalls aus sechs Mitgliedern.

Auf der World Rescue Challenge wird zusätzlich noch ein drittes Szenario abgearbeitet:

  • Complex Szenario: In 30 Minuten müssen zwei Personen versorgt und befreit werden. Beide befinden sich in einem Fahrzeug und sind unterschiedlich schwer verletzt. Werden beide nicht oder unzureichend betreut, werden beide Verletzte kritische Gesundheitszustände erreichen, einer von beiden wird auf jeden Fall nach ca. 5 Minuten einen lebendsbedrohlichen Zustand erlangen. Der innere Retter kann nur durch eine genaue Anamnese und Bodycheck erkennen, welcher von beiden Opfern vital stärker bedroht ist. Bei diesem Szenario tritt das Team mit 6 Personen an.

 

Oftmals werden wir gerade von “neuen” Teams gefragt, was wir so bei der Rescue Challenge bewerten. Um Euch dies transparenter zu machen haben wir Euch die neuen Bewertungsbögen (Stand 2015) auf unsere Homepage hochgeladen. Nach welchen Kriterien wir die Teams bewerten seht ihr hier: