Feuerwehr- und Rettungskräfte sind mehr als je zuvor gefordert, anspruchsvollere Unfallsituation zu bewältigen. Sie werden ständig herausgefordert, ihre Fähigkeiten im Umgang mit Verunfallten zu beweisen.

Das Ziel der Trauma Challenge (TC) der “Vereinigung zur Förderung des deutschen Unfallrettungswesen“ (VFDU) ist es, die Rettungskräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen. Das Augenmerk liegt dabei auf der Vielzahl an möglichen Unfallszenarien, auf die die Rettungskräfte vorbereitet werden sollen. Damit möchte die VFDU eine generelle Verbesserung der Fähigkeiten im Bereich der Unfallrettung bei den Rettungskräften bewirken.

Die teilnehmenden Zweierteams durchlaufen ein zehnminütiges Szenario und werden dabei von erfahrenen Trainern beobachtet und anschließend debrieft.

Warum machen wir das?

Mission ist es, eine Plattform für Rettungskräfte aus ganz Deutschland zu schaffen, um das Kompetenzniveaus in der initialen Phase der Traumversorgung zu erhöhen und zu verbessern.

Wer kann teilnehmen?

An der VFDU Trauma Challenge (TC) können alle teilnehmen, die mit der Rettung verunfallter Personen vertraut sind (z. B. Feuerwehr oder sonstige andere Organisation).

Jedes Team arbeitet je ein Standardszenario und ein Complexszenario, das jeweils ca. 10 Minuten dauert, ab, das anschließend von 2 Trainern bewertet werden wird. In den ersten 9 Minuten sollen die Rettungskräfte den Gesundheitszustand des/der Verunfallten ermitteln und ihn dementsprechend behandeln. In der letzten Minute des Szenarios findet die Patientenübergabe an einen der Trainer statt.

Am Ende des Szenarios erhält das Team eine Nachbesprechung. Wünscht man eine schriftliche Beurteilung so kann man sie nach der Challenge (während des Debriefings) anfordern.

Am Ende werten die Trainer die Szenarien aller Teilnehmer aus und ermitteln mit Hilfe der erreichten Punkte das Gewinnerteam. Diskussionen über die Vergabe der Punkte sind unerwünscht und beeinflussen eine nachhaltige Veränderung der Punktanzahl nicht.

In folgenden Bereichen werden die Teams bewertet:

  • Allgemeine Herangehensweise
  • Untersuchung
  • Versorgung des/der Verletzten
  • Kommunikation 

Standart Trauma: 10 Minuten Zeit – First Responder Trauma Versorgung mit dem Schwerpunkt auf die Sicherheit im Hinblick auf SSS, Patient und Personal.

  • Richtlinien: Eine verunfallte Person, die beurteilt und versorgt werden muss. Es werden diverse Requisiten verwendet. Eine Übergabe der Situation und des Patienten an einen Trainer.

Complex Trauma: 10 Minuten – Fiat Responder Trauma Versorgung mit Schwerpunkt auf die Sicherheit im Hinblick auf SSS, Patient und Personal. 

  • Richtlinien: Zwei verunfallte Personen, die beurteilt und versorgt werden müssen. Es werden diverse Requisiten verwendet. Eine Übergabe der Situation und des Patienten an einen Trainer.

Regeln der Trauma Challenge

  • Die Teams benötigen zur Teilnahme eine Genehmigung ihrer Organisation. In diesem Jahr sind noch Ausnahmen möglich.
  • Jedes Team besteht aus zwei Mitgliedern.
  • Es darf nur zugelassene persönliche Schutzausrüstung getragen werden. Die vollständige PSA ist während den Szenarien zu tragen. Alle Teilnehmer sind für ihre vollständige PSA, inkl. Schutzbrille und Helm, selbst verantwortlich.
  • Es wird mit Darstellern gearbeitet, die möglichst realistisch geschminkt sind, um einen Verunfallten möglichst realistisch darzustellen. Die Darsteller sind wie echte Patienten zu behandeln und können bis auf die Unterwäsche entkleidet werden.
  • Es wird nach dem ABC- und dem SSS-Protokoll bewertet. Grundlage in Deutschland ist die S3 – Leitlinie Polytrauma/ Schwerverletzten-Behandlung der DGU (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie). Sorgfalt und Sicherheit ist von größter Bedeutung.
  • Die Entscheidung der Trainer ist als endgültig anzusehen.
  • Der Veranstalter stellt das komplette medizinische Equipment zur Verfügung.
  • Das Team findet sich 30 Minuten vor Beginn ihres Szenarios bei der Team-Registrierung ein.
  • Bei Nichterscheinen des Teams fällt dieses aus der Wertung und ein anderes Team kann vorgezogen werden.
  • Samstags morgens findet vorab ein Briefing für die teilnehmenden Teams statt. Mindestens ein Teammitglied ist dazu verpflichtet, an dem Briefing teilzunehmen.
  • Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung für Schäden oder Verlust an mitgebrachten Geräten infolge der Teilnahme an der Veranstaltung.
  • Eine Versicherung für die Teilnehmer bei einem Unfall während der Szenarien stellt der Veranstalter.